WEISST DU, WAS ES HEISST, EIN WOLF ZU SEIN?
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"love will not break your heart but dismiss your fears"


Fremder? Was führt dich dein Weg hierher? bist du etwa gewillt, dich anzuschließen? Nun streuner, es bleibe dir überlassen. Und doch weiß ich, dass auch du, den Ruf nicht ignorieren kannst...

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16. April 2009

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inaktiv


RUDEL

"as brothers we will stand and we'll hold your hand"

Rudelstand

4 Fähen | 6 Rüden

TEAM


ALASKA # SADEC # NAADIR



PLOTLINE

"And you rip out all I have Just to say that you've won"



Der Frühling ist gekommen und verbirgt mit seiner blühenden Schönheit die Gefahren der Zukunft. Blauäugig wandert das Rudel durch die Berge, ohne zu ahnen, was sich hinter den Gipfeln verbergen mag. Eine Lawine? Ein feindliches Rudel? Gewiss ist: Die Zukunft hat noch ein Ass im Ärmel.
FOLGE DEM RUF DES WINDES UND FINDE DIE FREIHEIT

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 Alles Über Wölfe

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Mo 11 Mai 2009 - 16:42


DER WOLF


Systematische Einordnung: Reich: Tiere
Stamm: Chordata
Unterstamm: Wirbeltiere (Tiere mit Wirbelsäule)
Klasse: Säugetiere (warmblütige Tiere mit Fell und mit Milchdrüsen zur Ernährung ihrer Jungen)
Ordnung: Raubtiere (Carnivoren, Fleischfresser mit Reisszähnen, die das Abschneiden von Fleischstücken ermöglichen. Raubtiere sind
entweder "Zehengänger" (Wolf, Luchs) oder "Sohlengänger" (Bär).
Familie: Hundeartige (Caniden, umfasst 13 Gattungen mit 38 Arten).
Gattung: Canis (Hunde, 8 Arten).
Art: lupus (Wolf)
Unterarten: ca. 15 Merkmale

Gewicht: 12-80 kg, je nach Unterart und Individuum
Grösse: 100-150 cm Körperlänge, 31-51 cm Schwanz, 60-95 cm Schulter-höhe

Färbung: Meistens eine Mischung aus beige und anthrazith, auch
schwarz, weiss oder falbfarben. Rückenhaare beige mit schwarzer
Spitze, zu einer schwachen Mähne aufgerichtet. Man findet keine
vollständig schwarzen Haare, jedoch auf der Oberseite der Vorderbeine oft ein auffallender dunkler Streifen. Der Brustkasten ist beige.
Anzahl Chromosomen: 76, wie beim Hund.
Gebiss: 42 Zähne (32 beim Jungwolf, Dauergebiss mit 7 Monaten).
Ernährung: Fleischfresser, frisst aber auch Früchte und Insekten.
Verbreitung: Nordamerika, Asien, Naher und Mittlerer Osten, Europa.

Fortpflanzung


Geschlechtsreife: 2 Jahre für Männchen und Weibchen
Lebensdauer: 5-10 Jahre, in Gefangenschaft bis 17 Jahre
Paarungszeit: Januar bis März, je nach Gegend
Tragzeit: 61-63 Tage, 5 Paar Zitzen
Wurfzeit: März bis Juni, je nach Gegend

Anzahl Junge pro Wurf: 3-8
Geburtsgewicht: 300-500 gBesonderheiten

- Druck der Kiefer / Eckzähne 150 kg/cm 2
- Streifzüge von bis zu 60 km pro Nacht, (nachgewiesen bis 190 km!)
- Spitzengeschwindigkeit 45 bis 50 km/h
- hört Töne bis 40 Khz (20 Khz beim Menschen)
- Herzfrequenz 90 Schläge/Minute, bei grosser Anstrengung bis 200 Schläge/Minute. Atemfrequenz
15-20/Minute, steigert sich bis auf 100 beim Hecheln.
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Mo 11 Mai 2009 - 16:47


Rangordnung im Wolfsrudel


Wölfe leben in einem komplexen Familienverband, in dem jedes Mitglied seine bestimmten Aufgaben hat und in dem es eine Hirarchie oder Rangfolge gibt. Verhaltensforscher haben den verschiedenen Rängen einprägsame Namen gegeben. Der alte Begriff "Leitwolf" ist z.B. durch "Alphawolf" ersetzt worden. Auch für die anderen Ränge wurden Bezeichnungen wie "Betawolf", "unterwürfiger oder untergebener Wolf" usw. vergeben.


Alphawölfe


Die Anführer eines Rudels sind das Alpha-Männchen und Alpha-Weibchen, die man an ihrem hochgestellten Schwanz erkennen kann. Als Eltern der meisten Angehörigen des Rudels übernehmen sie naturgemäß die Führung. Die Autorität wird fortwährend mit Erziehungsmaßnahmen gegenüber den Abkömmlingen unterstrichen. Alpha-Wölfe sind normalerweise voll ausgewachsen und halten ihre Führungsposition bis zu acht Jahre. Das Alpha-Männchen zieht dem Rudel voraus und bestimmt die Marschrichtung. Das Alpha-Weibchen hält sich dabei in seiner Nähe.

Die Vorstellung, dass Wölfe einander ein Leben lang treu sind, entspricht nicht unbedingt der Wahrheit. So macht z.B. der Tod eines dominanten Wolfes eine neue Paarbildung unvermeidlich, und auch Kämpfe und Verletzungen können eine neue Hierarchie hervorbringen, wenn ein jüngeres Tier die dominante Rolle übernimmt. Normalerweise besteht zwar eine starke Bindung zwischen dem Alphapaar, doch das heißt nicht, dass Wölfe grundsätzlich monogam sind.

Betawölfe


Dicht hinter dem Alpha-Paar in der Hierarchie steht der Beta-Rüde, der auch eine wichtige Position innehat. In den meisten Rudeln ist der Alpha-Rüde der Vater des Rudels. Es kann aber vorkommen, dass er nicht an der Fortpflanzung beteiligt ist, dann verbindet sich der Beta-Rüde mit dem Alpha-Weibchen. Trotzdem bleibt der Alpha-Rüde der Dominante. Er leitet die Aktivitäten des ganzen Rudels an, auch wenn er nicht der Vater der Jungen ist.


Untergebene Wölfe

Normalerweise jüngere Wölfe, manchmal aber auch ehemalige Alpha-Wölfe, die ihre Führungsposition verloren haben. Diese im Rang niedriger stehenden Wölfe spielen eine wichtige Rolle bei der Aufzucht und dem Füttern der Welpen. Im Umfeld der Höhle sind sie von den wirklichen Eltern nur schwer zu unterscheiden. Die Anzahl der überlebenden Welpen hängt oft allein von der zusätzlichen Fürsorge der untergebenen Wölfe ab.


Omegawolf

Bei einem größeren Rudel wird oft ein Wolf untersten Ranges zur Zielscheibe der angestauten Aggressionen. Von Verhaltensforschern Omega-Wolf genannt, scheint dieser Wolf eine Art "Sündenbockfunktion" einzunehmen. Manchmal wird er wie ein Aussätziger behandelt.

Dieses Verhalten dient auch der besseren regionalen Verteilung der Wölfe. Häufig versucht der ausgestoßene Wolf nämlich, um der Misshandlung am unteren Ende der Rangordnung zu entgehen, ein neues Rudel zu gründen. Ein solcher Sündenbock ist an dem glatt gelegten Fell, seinen angelegten Ohren, und dem tief zwischen den Läufen eingezogenen Schwanz zu erkennen.
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Mo 11 Mai 2009 - 16:48

Rangkämpfe



Manchmal kommt es aber doch zu ernsthaften Auseinandersetzungen und Beißereien zwischen den Rudelmitgliedern. Wenn beide Tiere nicht nachgeben wollen, kann es zu ernsthaften und blutigen Kämpfen kommen. Normalerweise merkt aber auch hier ein Tier rechtzeitig, wenn es unterlegen ist, und beschwichtigt denn den stärkeren Gegner mit Unterwürfigskeitsgesten. Zu Kämpfen mit tödlichem Ausgang kommt es extrem selten. Starke emotionale Bindungen der Wölfe zu den Mitgliedern ihres Rudels sind für ihr Überleben sehr wichtig. Noch wichtiger für Harmonie und Funktionsfähigkeit ist die strenge Organisation des Rudels. Jedes Mitglied hat seinen Platz in dieser sozialen Ordnung, die von einem großen, selbstbewussten Rüden angeführt wird. In vielen wichtigen Angelegenheiten wird er von dem in der Rangfolge zweithöchsten Rüden unterstützt - beispielsweise wenn es darum geht, einen Pfad durch den Schnee zu treten. Das ganze Rudel bildet eine Hierarchie, und über die Rangordnung gibt es kaum einen Zweifel. Der Rudelführer beherrscht alle anderen, physisch und psychisch, jede seiner Stimmungen färbt auf die Stimmung der anderen ab - und er allein vereinigt sich mit der ranghöchsten Wölfin. Jedes Rudelmitglied kann von denen, die in der Rangfolge unter ihm stehen, Unterwürfigkeit verlangen, zum Beispiel daß sie sich vor ihm am Boden zusammenducken, und tut es auch. Dabei wird allerdings selten nackte Gewalt angewendet; Haber hat in mehr als 1000 Stunden, die er mit der Beobachtung der Wölfe im McKinley Park zugebracht hat, nicht ein einziges Mal einen Kampf auf Leben und Tod zwischen Angehörigen eines Rudels erlebt. Gelegentlich wird die Autorität eines Rudelführers von den Mitgliedern des Rudels in Frage gestellt, allerdings nur dann, wenn seine Effektivität als Führer infolge seines Alters oder einer dauerhaften Verletzung nachgelassen hat. Wenn er jedoch aggressiv bleibt und die Umstände ihn begünstigen, dann kann er seine Autorität erfolgreich wahren. Haber nennt drei Voraussetzungen, unter denen es einem Rudelführer gelingt, seinen Rang zu verteidigen: 1. Er muss zur Zeit der Verletzung im besten Rüdenalter sein, 2. die Verletzung muss schnell heilen, und 3. sie darf nicht in eine kritische Zeit im Leben des Rudels fallen, also beispielsweise nicht in die Ranzzeit, in der es schon eher einmal zu einer Herausforderung kommt.
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Mo 11 Mai 2009 - 16:50

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Mo 11 Mai 2009 - 16:53


Kämpfen


Wölfe sind mit bemerkenswerten Fähigkeiten ausgestattet. Sie können offenbar fast so gut sehen wie Menschen, wittern ihr Beute über mehrere Kilometer und hören bei Windstille im freien Gelände jeden Schritt im Umkreis von 15 Kilometern. Und sie sind überaus schlau und vorsichtig, also keineswegs blindwütige Angreifer. Sie besitzen übrigens 30 Prozent mehr Hirn als der intelligenteste Haushund.
So haben Biologen entdeckt, daß Wolfsrudel ihre erspähte Beute genau unter die Lupe nehmen und testen, bevor sie gestellt wird. Beutetiere in guter körperlicher Verfassung werden nicht angegriffen, man krallt sich aus Gründen der Effizienz die schwächsten, ältesten oder auch nur kranke Tiere. Das spart Kraft und bringt dasselbe Ergebnis

Ist der Wolf der Jäger, und nicht das Opfer, dann benimmt er sich erstaunlich kaltblütig und intelligent. Haben die Wölfe auf der Jagd ihr Opfer entdeckt, geraten sie in Erregung, bringen es zunächst jedoch fertig, sich zurückzuhalten. Sie nähern sich der Beute intensiv geradeaus starrend. Ihr Schwanz zuckt heftig hin und her. Wenn sie ihr nahe genug sind, um einen Angriff zu unternehmen, bleiben sie stehen und betrachten das Opfer einige Sekunden lang eingehend, ehe sie sich bellend und heulend auf es stürzen. Rennt das Opfer weg, jagen sie es; sobald sie jedoch merken, dass sie nicht mithalten können - was oft schon nach wenigen hundert Metern der Fall ist -, geben sie auf. Behauptet sich ein Opfer, zum Beispiel ein Elch, sehen die Wölfe es sich aufmerksam an, um herauszufinden, ob es irgendwelche Schwächen zeigt, die es zu einem weniger gewaltigen Gegner machen. Sie spüren selbst die geringfügigsten Leiden und Verletzungen und achten besonders darauf, ob das Opfer den Kopf stärker senkt als normal oder ob die Reflexe langsamer sind. Häufig genügen wenige Minuten, um ihnen zu sagen, ob sie angreifen sollen oder nicht. Nur wenn sie absolut sicher sind, dass sie ihr Opfer auch überwältigen können, umzingeln sie es. Die Art des Angriffs richtet sich ganz nach dem Opfer. Kleineren Tieren, Karibus oder auch Dall-Schafen, springen sie an das Hinterteil, den Bauch oder die Kehle - an jeden verletzlichen Körperteil - und werfen sie um. Bei Elchen müssen sie vorsichtiger und geschickter vorgehen. Ein Elch ist groß und stark. Obgleich er den Wölfen davonlaufen könnte, bleibt er meistens stehen. Wenn er wütend ist, kann er seine Angreifer drei bis vier Meter hoch in die Luft schleudern. Diesem eindrucksvollen Widersacher gegenüber besteht die Technik der Wölfe im allgemeinen darin, sich an die Hinterbeine und an die Nase heranzumachen, wobei sie sorgfältig darauf achten, den flinken, tödlichen Vorderhufen auszuweichen. Da sie genau wissen, dass ein verwundetes Opfer noch gefährlicher sein kann, töten sie es erst dann, wenn es durch den Blutverlust geschwächt ist. Trotz ihrer scheinbaren Geschicklichkeit haben sie eine erstaunlich niedrige Erfolgsquote beim Jagen. Haber registrierte im Laufe von 64 Tagen, die er im Winter 1970/71 mit der Beobachtung von Wölfen verbracht hat, alle Aktivitäten - Jagen und Aasfressen - eines aus 13 Mitgliedern bestehenden Rudels im McKinley Park. Sie fraßen 16 Kadaver verschiedener Tiere, die wegen der in jener Periode herrschenden Kälte verendet waren. Von 113 Elchen, die sie trafen und testeten, überwältigten sie lediglich 10. Sie hetzten zwar 224 Dall-Schafe, fingen aber nur 13, und verfolgten 26 Karibus, von denen sie nur eines töteten. ,,Die Tiere, die die Wölfe rissen, waren aus irgendeinem Grund nicht auf der Höhe", berichtet Haber. ,,Obgleich man nur schwer etwas über den Zustand derjenigen sagen kann, die entkamen, darf man wohl annehmen, dass sie im allgemeinen die gesündesten waren

Wölfe sind große Tiere; von allen Unterarten gelten die in Alaska vorkommenden als größte Wölfe der Welt - der schwerste Rüde, von dem man bisher gehört hat, wog 80 Kilogramm. Robust gebaut und langbeinig, kann ein Wolf etwa zwei Kilometer weit mit einer Geschwindigkeit von 40 Stundenkilometern rennen, er kann auch meilenweit einen leichten 8-Stundenkilometer-Trab durchhalten. Seine Ausdauer kommt ihm bei der Jagd vorzüglich zustatten, zumal er seine Opfer meistens im Laufen angreift. Mit den Zähnen kann er das Fell des Opfers aufschlitzen und das Fleisch herausreißen. Kräftige Kiefer und lange Eckzähne erlauben es ihm, sich an einem fliehenden Opfer festzubeißen. Dr. L. David Mech, der Autor des Buches "The Wolf" berichtet, wie ein Wolf sich am Maul eines Elchs festgebissen hatte; der Elch war außer sich und hob den Angreifer vom Boden hoch in dem verzweifelten Versuch, ihn abzuschütteln, ohne sich von ihm befreien zu können. Ein Wolf kann niemals sicher sein, woher er die nächste Mahlzeit nehmen wird; er muß deshalb den bestmöglichen Gebrauch von den Tieren machen, die er getötet hat. Er befeuchtet große Fleischstücke mit Speichel und schlingt sie unzerkaut hinunter. Die Fleischmenge, die er bei einer Mahlzeit zu sich nehmen kann, ist beträchtlich - bis zu 11 Kilogramm. Im Magen eines Wolfs fand man neben großen Fleischstücken und einer Menge Haare die Leber, die Nieren, die Luftröhre, ein Ohr und die Zunge eines Karibu. Die großen Knochen der größeren Opfer knabbert er sauber ab (kleine Tiere verschlingt er ganz), die kleineren Knochen zerbeißt er, um an das Mark heranzukommen. Selbst das Blut, das auf den Boden spritzt, leckt er auf, und im Winter frißt er den blutigen Schnee. Wenn er gefressen hat, ruht er sich aus. Die Verdauung geht rasch vor sich. Nach wenigen Stunden kann er schon wieder fressen, obgleich er manchmal tagelang herumlaufen muß, ehe er wieder ein Opfer findet.

Das Wolfsrudel ist eine Funktionseinheit. Das Band, das sie zusammenhält, ist die gegenseitige Sympathie und Achtung. Die Grundlage für das Zusammenleben im Rudel ist die Fähigkeit, miteinander Kontakt aufzunehmen, die Kommunikation. Bei den Jagdmanövern von Wölfen erkennt man deren hohe Auffassungsgabe und Intelligenz. Jeder Wolf entscheidet anhand von angeborenen und erlernten Verhaltensmustern selbst, was in bestimmten Jagdsituationen zu tun ist. In Sekundenschnelle schätzt er die Reaktion der Beute ein, kalkuliert die Beschaffenheit des Geländes und die bereits von seinen Jagdgenossen ausgeführten Manvöver. Diese Beobachtungen baut er in seine eigene Entscheidung mit ein, die auch die Entscheidung des gesamten Rudels sein kann: eine Jagt entweder erfolgreich zu beenden oder den Entschluss zum Abbruch zu treffen.
(Dr. Angelika Sigl, promov. Biologin)



Ein Wolfsrudel operiert arbeitsteilig. Die individuellen Fähigkeiten der verschiedenen Rudel-Mitglieder werden bedarfsgerecht eingesetzt. Vorsichtige und scheue Wölfe sind für die Gefahrenerkennung zuständig. Selbstbewußte und mutige Tiere stürmen voran, wenn größere Beute geschlagen wird. Die Geduldigen im Rudel kümmern sich ums Kleinwild.
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Mo 11 Mai 2009 - 16:57



DIE ENTWICKLUNG DER WOLFSWELPEN


In unseren Klimazonen erfolgen die Geburten im Zeitraum von Ende März bis Mai.

Die durchschnittliche Wurfgröße beträgt 4 bis 6 Junge (Welpen), aber man kann auch 1 bis 11 (Mech,74) oder 12 (Serzananin,61)
antreffen. Die Jungen werden in unregelmäßigen Zeitabständen geworfen. MECH hat festgestellt, daß die Geburt von 5 Jungen etwa drei Stunden dauert.
Der Welpe wird sofort nach der Geburt durch die Wölfin aus den Fruchthüllen befreit. Die Wölfin durchbeißt anschließend die Nabelschnur und frißt sie zusammen mit den Fruchthüllen auf. Nach intensivem Lecken und Trocknen des Welpen umschließt die Wölfin ihn mit ihrem Körper und ruht sich aus, bis die Geburt des nächsten Welpen beginnt. Neugeborene Wölfchen haben ein dunkles, feines Fellchen und wiegen um 0,3 bis 0,5 kg


In der physischen und Verhaltensentwicklung der Welpen unterscheidet man vier Etappen:

Erster Zeitabschnitt
NEONATAL (bis zum Öffnen der Augen am 11. bis 15. Lebtag) Die Jungen reagieren sehr schwach auf Außenreize, sind blind und taub und haben eine sehr schwache Fähigkeit zur Regulation ihrer Körpertemperatur. Sie besitzen guten Gleichgewichts-, Geschmacks und Tastsinn. Die Bewegungsaktivität beschränkt sich nur auf unbeholfenes Kriechen sowie das Saugen und Lecken der Muttermilch. Die Welpen saugen die Muttermilch 6 bis 8 Wochen lang.

Zweiter Zeitabschnitt
ÜBERGANGSPERIODE (vom Öffnen der Augen bis zum 20. Lebtag) In dieser Zeit verändern sich die Fähigkeiten der Jungen gewaltig: Es erfolgt die Öffnung der Augen, obwohl sie anfangs sehr schwach sehen.
Sie können schon gehen, knurren und kauen. Es zeigen sich einige der ersten Zähne. Der Anfang des Hörens kennzeichnet das Ende dieser Entwicklungsperiode.

Dritter Zeitabschnitt
SOZIALISIERUNG (Vom 20. bis etwa 77. Lebtag) Die Jungen beginnen sich außerhalb der Höhle zu zeigen. Dieser Abschnitt wird durch die ungestüme Entwicklung des Sozialverhaltens charakterisiert. Die Jungen vergnügen sich und kämpfen miteinander. Es stellt sich eine Dominanzstruktur zwischen ihnen ein. Dann folgt die Entwicklungder sozialen Verhaltensmuster (Dominanz, Unterlegenheit usw.)Die einzigen Wesen in der Nähe der jungen Wölfe sind ihre Geschwister und die erwachsenen Rudelmitglieder. Ab der 3. Lebenswoche können die Jungen feste Nahrung aufnehmen. Zuerst wird ihnen vorgekaute oder vorverdaute Nahrung von den Erwachsenen Wölfen ausgewürgt. Wenn sich ein erwachsener Artgenosse den Welpen nähert, umgeben sie ihn und beschnuppern sein Maul. Sie ergreifen das Maul des Erwachsenen mit den Kiefern, umklammern es und bemühen sich, die Nasen hineinzustecken. Der"Bedrängte" gibt dann zuvor aufgenommene Nahrung ab, teilweise leicht verdaut, die die Jungen schnell verschlucken (Mech,1970).
Die Welpen eines Wurfes können sich hinsichtlich des Entwicklungstempos und der Körpermasse wesentlich unterscheiden. Das Tempo des Wachstums der Körpermasse beträgt 0,05 bis 0,23 kg am Tag und kann sich um das 5fache zwischen den Welpen desselben Geschlechts unterscheiden.

In dem Abschnitt der Sozialisierung entwickeln sich zwei grundlegende Aspekte des Verhaltens des Wolfes: die Fähigkeit zum Heulen (schon seit dem Anfang des 2. Lebensmonats) und das "Raubtierverhalten". Der Wolf besitzt keine angeborene Tendenz zum Töten. Geboren wird er mit bestimmten Verhaltensmustern, die es ihm erlauben, das Töten zu erlernen.
Gegen Ende dieses Entwicklungsabschnittes können junge Wölfe fast wie die Erwachsenen laufen, klettern, springen und spielen. Es fehlt ihnen einzig an Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit.

Vierter Zeitabschnitt
JUGENDABSCHNITT (bis zum Erreichen der Geschlechtsreife von etwa 22 Monaten) Das ist die Zeit, in der die Jungen den Höhepunkt der Bewegungsfühigkeit erreichen. Der Anfang dieses Zeitabschnitts wird gegenüber dem vorangehenden Abschnitt entscheidend durch die verminderte Möglichkeit der Jungen zur Anknüpfung emotionaler Bindungen charakterisiert. Treffen die Jungen im späteren Leben Wölfe aus anderen Rudeln, sind sie aufgrund dieser Erscheinung nicht imstande, sich emotional mit ihnen zu binden (Ausnahme: Paarbildung). Dieser Mechanismus schützt die Einheit des Rudels sowie auch die innere Organisation der Wolfspopulationen.
Bedeutend später beginnen die jungen Wölfe zu jagen. Im Sommer verbringen sie einige Monate an verschiedenen temporären Ruheplätzen und dann bringen die Erwachsenen den Jungen das Futter. Wenn viele Beutetiere auf der Jagd erlegt wurden, werden die Jungen zu den Opfern geführt oder getragen. Es scheint, daß junge Wölfe zumindest bis zum 10. Lebensmonat nicht zur selbständigen Jagd und zum Töten großer Beutetiere imstande sind. In diesem Zeitraum endet auch das Skelettwachstum (etwa bis zu 1 Jahr).
Obwohl die allgemeine physische Entwicklung bis bis zum 1. Lebensjahr beendet ist dauert die sexuelle und psychische Entwicklung bis zum Erreichen der vollen Reife des Individuums bis gegen das Ende des 2. Lebensjahres an. Danach können ausschließlich Veränderungen des Sozialstatus (die Möglichkeit der Erhöhung der sozialen Position) und psychische Veränderungen (der das ganze Leben andauernde Lernprozeß) erfolgen.
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avatarShenna
Beta

Fr 30 Okt 2009 - 21:53

Wolf = Deutsch, Englisch, , Niederländisch,Afrikaans
Wilk = Polnisch
Volk= Russisch
Vlk= Tschechisch
Hunt = Estländisch (Welpe = Huntikutsikas)
Faol, Faolchu = Irisch
Licos = Griechisch
Lupus = Lateinisch
Lobo = Spanisch
Kurt = Türkisch
Theeb = Arabisch
varg = Schwedisch
Isegrimm = Norwegisch
mactire = alt-irisch
blaidd = walisisch
madadhallaidh = schottisch-gälisch
blyth = kornisch
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