WEISST DU, WAS ES HEISST, EIN WOLF ZU SEIN?
INFORMATION

"love will not break your heart but dismiss your fears"


Fremder? Was führt dich dein Weg hierher? bist du etwa gewillt, dich anzuschließen? Nun streuner, es bleibe dir überlassen. Und doch weiß ich, dass auch du, den Ruf nicht ignorieren kannst...

Forengründung

16. April 2009

AUfnahmestopp

inaktiv


RUDEL

"as brothers we will stand and we'll hold your hand"

Rudelstand

4 Fähen | 6 Rüden

TEAM


ALASKA # SADEC # NAADIR



PLOTLINE

"And you rip out all I have Just to say that you've won"



Der Frühling ist gekommen und verbirgt mit seiner blühenden Schönheit die Gefahren der Zukunft. Blauäugig wandert das Rudel durch die Berge, ohne zu ahnen, was sich hinter den Gipfeln verbergen mag. Eine Lawine? Ein feindliches Rudel? Gewiss ist: Die Zukunft hat noch ein Ass im Ärmel.
FOLGE DEM RUF DES WINDES UND FINDE DIE FREIHEIT

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 Kapitel 5/ Ein harter Winter

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Gast

Do 13 Jan 2011 - 20:31

Die anderen Reagierten unterschiedlich auf diesen Neuen. Erst jetzt bemerkte sie das etwas mit ihm nicht stimmte. Er roch noch nach etwas....anderem. Sie suchte in ihrem Gedächnis bevor sich langsam ein Bild in ihr bildete, erst nur verschwommen, doch immer schärfer werdend bildete sich das Bild eines Hundes in ihr ab. Er war auch ein Hund. Ein Mischling. Und, was war daran so schlecht? Conversano schien gar nicht so erfreut darüber, doch warum urteilte er nach Rasse? Es konnte ihm doch egal sein! Amata schnaubte über diese Oberflächlichkeit, sie verurteilte ihn nicht, erst würde sie ihn kennen lernen bevor sie sich überhaupt eine Meinung bildete. Aber war sie nicht genauso wie die anderen? Sie hatte Conversanos Handeln nicht gerade gut geheißen, war er deshalb schlecht? Amata konnte ihn nicht Mal richtig. Die Konzentration der Grauen richtete sich wieder voll und ganz auf Valon und sie bemerkt sein bitteres Lächeln? Was ist passiert?! Sie wollte gerade besorgt fragen, als er auch noch ihre Frage verneinte. Hier stimme etwas ganz und gar nicht. Sie sah wie er aufstand und spürte wie er seine Schnauze kurz an ihr Fell drückte. So etwas war sie nicht gewohnt, doch sie wich nicht zurück, im Gegenteil auch sie drückte kurz ihre Schnauze an seinen Hals „schon okay“ drückte ihre Geste aus und sie war sich überhaupt nicht sicher ob sie es auch wirklich so meinte. Dieser Rüde Tat ihr Leid, sie konnte ihn gut leiden, da er eigentlich der einzige war der nicht immer mies gelaunt war nach dem Motto Das-Leben-ist-bescheuert. Er war ihr immer fröhlich vorgekommen, und sie fand es fast grausam das sie ihn nicht hatte näher kennen gelernt. Das sie sich so im Stich gelassen fühlte und das von jemanden den sie nicht Mal richtig kannte, irritierte sie und erschreckte sie gleicher Maßen. Erschreckt stand sie auf und starrte Valon hinterher der Alaska seinen Abschied verkündete. Hilflos blickte sie dem Rüden hinterher der Anfing los zu gehen, entsetzt sprang sie hinter ihm her, nur einige Sätze, bis sie ihn verloren hatte ihn diesem Schneesturm, diesen verdammten weißen Flocken die umher wirbelten als ob alles ihnen gehörte, alles unter sich begruben und alles für sich beanspruchten. Auch der weiße Pelz von Valon war nicht mehr zu erkennen, verschwunden im ewigem Schnee. Amata, die immer noch leicht die Konturen von dem Rudel erkennen konnte blieb stehen. Das Heulen von Valon hatte sie nur noch dumpf vernommen. Suchend blickte sie umher, doch eine tiefe Gewissheit sagte ihr das sie ihn nicht mehr zurückholen könnte. Den Kopf in den Nacken legend, spürte sie wie tausende von kleine Schneeflocken ihn ins Gesicht stachen. Ihre Augen reizten, ihr Tränen hinein trieben.

“VALON!

heulte sie, nicht Wissend ob er es hören konnte oder nicht. Er war bestimmt schon zu weit weg, er würde sie nicht hören können, und was wenn? Was sollte es bringen. Traurig ließ sie den Kopf sinken. Den Schemen des Rudels Folgend, starrte sie vor sich hin. Nun war sie alleine, eine einzige freundliche Wölfin unter vielen Das-Leben-ist-bescheuert Wölfen. Langsam packte sie wieder diese altbekannte hilflose Wut, über das Nichts können über das verdammte Gefühl nur blöd darstehen zu können! Valon hatte sich entschieden, war es nicht auch besser für Amata ihm zu folgen? Bei ihm zu bleiben statt bei Wölfen zu denen sie anscheinend nicht passte? Kämpfte nicht auch sie diesen Konflikt und war nur zu feige um sich einzugestehen das auch sie nicht in dieses rudel passte, das dieses Rudel sie nicht wollte? Amata schnaubte vor Wut, es war alles deren schuld! Warum, bei allem guten Willen, warum war sie diesen schon verlorenem Rudel beigetreten?! „Alles wird gut“, von wegen, die würden es nie schaffen. Amata hatte es einfach satt andauernd die fröhliche zu sein, was hatte man dann -verdammt nochmal- davon, außer einen Tritt in den Aller Wertesten?! Man wurde noch nur zertrampelt wenn man alles gut sah, man musste sich auch noch selber fertig machen nur um dazu zu gehören, wie schwachsinnig das war, wie absolut dämlich! Die Konturen der Wölfe wurden deutlicher, nun konnte sie alle einzelnen wieder erkennen. Sie war wieder bei ihnen, warum? Sie hätte doch lieber mit Valon gehen sollen. Nun sah sie wieder diesen verlorenen Haufen, der in Stücke zerrissen und im Wind verstreut war. Ein Blatt Papier vom Schicksal zerfetzt und nicht wieder zu kleben, genau das war dieser Haufen armseliger Wölfe.

“Seid ihr jetzt zufrieden?

Ihr Knurren war deutlich zu vernehmen, in der Richtung aller, knurrte sie, keinen genau fixiert. Alle waren sie schuld, alle. Dieser verdammte Haufen! Warum riss sie nicht einfach aus? Sie starrte alle einen Herzschlag lange an, dann setzte sie sich an den Rand, sollten sie doch machen was sie wollten, sollten sie doch zum Teufel gehen! Ihr war es egal. Versunken starrte sie auf den Boden vor sich, versunken in einem Negativem Gedanken Strudel. Sie merkte gar nicht das der Boden unter ihr kleine Löcher hatte, verursacht von den Tränen die ihr über die Schnauze liefen und von ihrer Nase hinab kullerten. Sie konnte sich nicht entscheiden, dieser dumme Konflikt kämpfte in ihr wie zwei wütende Wölfe die sich Gegenseitig zu Tode bissen. Sollte sie dieses Rudel nicht verlassen? Wäre sie nicht besser dran? Dieses Rudel brachte ihr nur Trauer und leugnen konnte sie es nicht, bis jetzt hasste sie dieses Rudel. Langsam sah sie auf, die Flocken die ihr Bild verschleierten vor sich. Ein verschwommendes Bild das einfach nicht schärfer wurde, egal wie sehr man sich anstrengte. Als ob man durch ein schmutziges Glas schaute. Vielleicht waren es der Gefühlsturm der sie dazu verleitete, vielleicht hatte sie sich auch endlich entschlossen, diesen Konflikt zu beenden. Egal wie es ausgehen würde. Sie bewegte ihre Läufe, jetzt oder nie. Traurig nickte sie noch Alaska zu, auch Amata würde gehen. Vielleicht würde sie Valon folgen, mit ihm zusammen reisen. Oder sie würde wieder allein umher irren, doch alles war besser um von Wölfen zerfressen zu werden die nichts gutes am Leben sahen. Sie atmete einmal tief durch, dann drehte sie sich um und rannte, rannte mit langen Schritten in die Richtung in die Valon gelaufen war. Zwar war seine Duftspur extrem schwer zu finden bei dem Schnee, doch die Entschlossenheit die in Amata auf flackerte lies sie weiter rennen. Immer weiter, bis sie zwischen den Schneemassen vom Blickfeld des Rudels verschwand und immer weiter, bis sie ein weißes Fell sah und der Duft eines ihr Bekannten stärker wurde. Valon.

[Verlässt auch das Rudel]
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avatarAlaska
Alpha

Fr 18 März 2011 - 21:53

Es war nicht richtig gewesen. Vielleicht war es einfach ein falscher Weg gewesen, den das Rudel eingeschlagen hatte, nachdem sie damals den Menschen entflohen waren. Doch der Adlatoq Wald hatte ihnen auch Gutes geschenkt. Welpen, eine zeitige Heimat, neue Begleiter. Danach die Tundra, es schien doch der rechte Weg gewesen zu sein. Und trotzdem war es nichtmehr das Rudel von früher. War das zwangsläufig ein schlechtes Zeichen? Regression, schrie es in Alaskas Kopf. Regression. Geh zurück an einen früheren Punkt deiner Entwicklung und fange nochmal neu an! Doch das war oft nicht so leicht. Immer, wenn es gut schien, kam es anders. Wo waren sie sicheren Stränge des Rudels? Alaskas Ohr zuckte, ihre Haut juckte und sie biss sich von innen in ihr Zahnfleisch. Schüttelte sich. Bekam keine Reaktion von dem Fremden, dem, der nicht zuzuordnen war. Was auch immer er gewesen war, er hatte nicht geanwortet. Vielleicht war es Shennas Knurren auf Sano gewesen, dass er falsch interpretiert hatte. Oder schlichtweg die Feindseligkeit diesen. Doch sowohl Alaska als auch Leyla hatten den Rüden wärmst empfangen, herzensgute Seelen eben. Das war auch Valon, dachte die Alpha

Er stand nun vor ihr, sagte, dass er das Rudel verlassen würde, sie sah ihm nur nach, heulte nicht, rief ihm nichtmal etwas nach. Wer nicht will der hat schon oder? Wenn du etwas verloren hast, nimm an du hättest es den Armen gegeben. Vielleicht hatte Valon einfach nicht die Geduld gehabt, die miese Mentalität des Rudels zu durchbrechen, aber entschuldige, Rüde, 2 Wölfe starben vor den Augen des Rudels. Verdaue dies erstmal, Eisblock. Vielleicht ist es schwer, Anschluss zu finden, doch wenn man sich weigert, wie soll dann etwas entstehen, das nichtmal blind gesehen wurde? Was war mit Leyla, mit ihr selbst, Alaska, mit Amata? Vielleicht hatte er mit den meisten nichtmal geredet, vielleicht die kleinen Dinge übersehen, die ihm immer wieder vor die Pfoten geworfen wurden. Doch auch Amata nickte der Alpga nun zu und kündigte ihren Abtritt damit an, einfach zu gehen. Alaska hatte beide nicht gefüttert, höchstens gewärmt, ihnen ein Zuhause gegeben. Nun, sie war es gewohnt und das Leben ging weiter, sie hatte noch all ihre Kinder, ihren Rüden an ihrer Seite und ein Ziel vor Augen. Waren nun beide gegangen, vielleicht wurden sie nun glücklich, auch wenn die Alpha sofort daran zweifelte, wie Valon mit dieser Lebenseinstellung vorrankommen wollte, in seinem weiteren Leben. Nun, das war nichtmehr ihre Sache, auch wenn ihre Sorgfalt ihr verbot, sie sofort zu vergessen. Alaska brauchte einfach Ruhe, einen Schlaf, der ihr all ihre Sorgen fortnahm und Körpernähe, Körperwärme, Vertrautheit und Liebe. Sie würde all das finden, hier. Und nun war auch der Fremde weg.

Sie blinzelte ein paarmal verträumt und war dann wieder vollwertig anwesend. Ihr Blick tastete sich mit zusammengekniffenen Liedern über die kleine Lichtung, die kaum zu erkennen war, verwirrt durch die Schneegestöber, die chaosartig vom Himmel herab fielen und ins Laub einstachen. Dort war eine steinerne Höhle zu erkennen, nur vage, schwach und undeutlich, doch es musste ein großer Geröllhaufen sein, wenn der Eingang schon höher war als ein wirklich größer Wolf. Ein Lächeln schlich sich auf ihre Lefzen. Mit neuer Motivation, das Rudel zu schützen und weg von diesem Ort zu bekommen drehte sie sich allen zu.

"Wir ruhen uns hier nun besser aus. Bleibt bitte alle zusammen und versucht zu schlafen, dort ist eine Höhle.
Shenna, Sano, Wir gehen vor.


Sie lächelte ihre Schwester an, es tat gut, ihren Namen auszusprechen. Sowieso, Shenna gab ihr immer Kraft, wenn sie gerade fehlte. Kraft kann auch nicht von Ungewiss kommen. Doch die Höhle war ungewiss und sollte nun erkundet werden. Alaska machte den Vortritt und mit raschen, eleganten Bewegungen hatte sie schon den kalten Eingand des Steinbaus erreicht. Sie schnupperte errstmal und sofort stieg ihr der markante Geruch des Bären in die Nase. Nicht gut, gar nicht gut. Ihre Warnsignale gingen allesamt los, dieser Geruch war bedrohlich, denn das Geräusch, was parrallel aus dem Eingang dröhnte, was nicht das, eines schlafenden Tieres. Kaum einen Augenblick später, war die Alpha zurück gesprungen und das riesige Tier kam alles andere als verschlafen aus dem Gemäuer geprescht. Das konnte ja heiter werden.

"VORSICHT! BÄR!"

Schrie sie noch, bevor das Tier sich auf die Hinterbeine stellte und ein Ohrenbetäubendes Gröhlen anzettelte...

[beim Rudel, nimmt das Verschwinden von Valon und Amata zur kenntnis, sieht eine höhle, will mit sano udn shenna nachschauen, was darin ist, ein bär kommt heraus]

_________________________________________________________________________


Alsbald stieg empor und verbreitete sich um mich her der Friede und das Wissen, das über alle Beweisgründe der Welt hinausgeht,
Und ich weiß, daß die Hand Gottes die Versicherung der meinigen ist,
Und ich weiß, daß der Geist Gottes der Bruder des meinigen ist,
Und daß alle Männer, die je geboren, auch meine Brüder sind, und alle Frauen meine Schwestern und Geliebten ...
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avatarConversano
Delta

Do 24 März 2011 - 16:11

[Ist Sadec jetzt also vorerst rausgespielt?]

    Der misstrauische Blick hatte sich mit jedem Schritt, den der Wolfshund tat, verengt, als habe er den Verdacht, dass jene Kreatur lediglich verschwand, um später erneut wiederzukehren. Um einen vernichtenden Schlag gegen dieses Rudel auszuführen. Ein leises Knurren verließ seine Kehle, als der bunte Pelz des Halbwolfes im Schneesturm verschwand. Die Eiskristalle waren nun beinahe unbarmherzig, schneidend und schmerzhaft, sofern sie auf nackte Haut auftrafen. Ebenso schneidend war der lavendelblaue Blick, als er nun jene Fähe musterte, welche ihn zuvor unaufgefordert berührt hatte. Er verabscheute jeglichen körperlichen Kontakt und aus eben jenem Grund war er nun keineswegs gut auf sie zu sprechen. Sein Blick schien mehr auszusagen als es Worte vermocht hätten. Die Anklage über ihre naive Arglosigkeit, welche am Ende eventuell allen Wölfen dieses Rudels den Tod bringen konnte. Ohne eine weitere Geste der Einsicht drehte er sich ein wenig um. Valon trat an Alaska heran.

    Auch den Weißen musterte Conversano schweigend, ebenso misstrauisch wie wachsam. Er mochte erheblich kleiner sein als ein Großteil der Rüden, welche bereits im Rudel gewesen waren und dennoch machte der Schwarze nicht den Fehler, ihn zu unterschätzen. Mit knappen Worten verabschiedete er sich und der Schwarze bemerkte eine gewisse Feindseligkeit ihm gegenüber, mied er ihn doch geflissentlich. Ein kaltes, spottendes Lächeln stahl sich auf seine verhärteten Züge, doch seine Gestalt blieb drohend neben Alaska bestehen. Es stand ihm nicht zu, dermaßen besitzergreifend zu handeln und dennoch. Obgleich er der Liebe und jeglichen anderen Emotionen vor einiger Zeit abgeschworen hatte, so wollte er dieses Mal alles richtig machen. Die Erkenntnis, dass er die schneeweiße Leitwölfin dieses Rudels mit dem eigenen Leben schützen würde, kam rasch und eindringlich. Es glich dem tosenden Sturm, welcher versucht war, die Wölfe niederzudrücken und zu Boden zu ringen. Es glich dem fallenden Baum, welcher vom Blitz getroffen nieder ging und es glich einem gewaltigen Steinschlag, welcher im Sommer niederging. Die Intensität dieser einen Erkenntnis riss den recht standhaften Rüden beinahe von den Pfoten und eben dies erschreckte und beunruhigte ihn.
    Wenig später erschien eine aufgebrachte graue Wölfin schemenhaft im Schnee. Doch sie kehrte nicht einmal zum Rudel zurück, um ihr Fortgehen zu erklären, sie verschwand schlichtweg mit den Worten »Seid ihr jetzt zufrieden?«. Wäre es möglich gewesen, so hätte der Rüde die nicht vorhandene Augenbraue zynisch erhoben. Was genau hatte jene naive Fähe erwartet? Dass man ihr den Boden fegte und ihr zu Pfoten lag, einzig, weil sie - ihrer Ansicht nach - einen seiner Ansicht nach zu Recht zornigen Incha davon abgehalten hatte, seine Gefährtin zu verletzen? Am Ende war es viel mehr der Graue selbst gewesen und zu Teilen womöglich Naadir, doch tatsächlich getan hatte Amata bisher nichts. Nichts bedeutsames in den lavendelfarbenen Augen.

    .o( Womöglich war es eine weise Entscheidung von dir, Incha. Womöglich hält dieses Rudel nichts als lediglich ein zarter, instabiler Faden der Hoffnung, an welchen wir uns klammern. Doch Aufgeben, dazu sind wir allesamt zu stolz. )o.

    Ein bitteres Lächeln umspielte die Züge des Rüden, ehe er sich restlos umwandte und die Gestalt Alaska´s ausmachte. Diese, sichtbar abwesend von dieser Welt, kehrte nur widerwillig wie es ihm schien in das Diesseits zurück. Sein Blick fing ihren für einen kurzen Moment ein und ihm war, als verstünde sie, wie er sich selbst entschieden hatte - entscheiden würde. Sein Leben für ihres, sollte es notwendig sein. Womöglich war dies ein recht eigennütziges Unterfangen, müsste er somit nicht ohne sie und mit der ständigen Qual leben müssen. Ebenso war ihm durchaus bewusst, dass weit mehr Wölfe als einzig er ihr Leben für die Leitwölfin lassen würden. Einer hatte es im Grunde bereits getan. Namid.
    Unbarmherzig schob Conversano jenen Rüden, welcher sein Leben für ein Rudelmitglied ließ, aus seinen Gedanken und widmete sich erneut der Betrachtung seiner Umgebung. Der verstärkte Schneefall hatte aus der Landschaft ein undurchsichtiges, schneeweißes und durchaus tückisches Gelände werden lassen. Vor nicht allzu langer Zeit war ein Ast unter dem Gewicht des Schnees abgebrochen und dies waren die Gefahren überirdischer Art. Keiner der Wölfe mochte abzuschätzen, welche krankhaften Ideen die Götter für die unterhalb der Erde bereithielten. Am Ende nahm ein unpassender Erdrutsch den Wölfen das Leben, erstickte sie, erdrückte sie, schloss sie in den anfangs friedlich aussehenden Schneemassen regelrecht ein. Ein Gefängnis aus blankem Weiß. Der Hüne schüttelte den Kopf, vertrieb diese Gedanken und spitzte interessiert die Ohren, als die Stimme Alaska´s an diese drang. Sie schien etwas entdeckt zu haben, was ihr erneute Hoffnung gab und nun untersucht werden musste. Es war ihm eine willkommene Ablenkung von all dem tristen Weiß, welches an seinen Nerven zerrte. Das ungebrochene Weiß schmerzte in den Augen und die Konzentration war ebenfalls stark angegriffen. Missmutig schnaubte er, folgte den dichten Dunstwolken seines Atems desinteressiert und schüttelte sich kurz darauf. Schneemassen flossen zu Boden und er selbst fühlte sich um einige Kilogramm leichter, wenngleich dies auch Einbildung sein konnte. Dann setzte er sich in Bewegung, Alaska folgend.

    Viele Dinge sind kalkulierbar. Mit vielen Dingen rechnete der Rüde. Eine unvorbereitete Schneelawine, plötzlich auftauchende Beute, welche in Panik losgestoben war, blindlings vor Angst. Oder aber Feinde ihrer Art, fremde Rudel, welche in diesem Revier wilderten, um ihrerseits das hungrige Maul zu füllen. Doch nicht mit jenem Schrecken, welcher ihn überrumpelte, als der Geruch des Bären sich mit dem Alaskas vermischte. Für den Bruchteil einer Sekunde setzte ihm das Herz aus, erneut sah er sich allein und vom Schicksal betrogen. Doch dann gewann die Wut die Überhand und ohne weitere Überlegungen sprang er geradewegs den Bären an, fiel regelrecht über diesen her. Doch Conversano hatte die gesamte Zeit das Offensichtliche verdrängt. Der Sturm zerrte an ihm, der Hunger beinahe ebenso und die psychische Belastung war ebenfalls nicht zu unterschätzen.
    Kaum, dass der Bär aus seiner geschützten Behausung ausbrach und sich aufrichtete, wild brüllte, spürte der Schwarze die Schwäche. Schwäche. Wie sehr er diese doch verabscheute! Zorn flammte in den hellen Augen auf, die Lefzen waren zurückgezogen und entblößten Teile seiner kräftigen Wolfskiefer, das Nackenfell sträubte sich und die Rute war provokativ erhoben. Er hatte so lange dagegen angekämpft, nun würde er nicht mehr länger der Feigling sein. Er würde endlich wieder kämpfen.
    Die Muskeln arbeiteten gleichmäßig und Hand in Hand, bildeten einen durchaus schönen Bewegungsbogen unter dem matt schimmernden Fell. Mit weit aufgerissenem Kiefer und ohne einem Ton der Drohgebärde fiel er nun restlos über den Bären her. Doch jener fegte ihn mit einer Mühelosigkeit beiseite, welche sowohl Hass als auch Trotz in ihm weckten. Ein kurzer Blick galt Shenna, ein weiterer Alaska. Er musste nichts sehen, um zu wissen, dass beide nicht allzu lange untätig blieben. Somit beschloss der Rüde, seit langer Zeit einmal wieder auf ein Team zu vertrauen. Wenn es ihm auch schwer fiel. Mit gesträubtem Fell und gefletschten Zähnen stand er kampfbereit dem Bären gegenüber, abwartend, was nun geschah. Der Blick war dunkel und entschlossen auf die gelben Augen des braunen Ungetüms gerichtet.




[Rudel, Nähe Alaska x Denkt nach x Sieht Valon & Amata verschwinden x Folgt Alaska x Angriff auf Bär x Wartet ab]
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avatarNaadir
Delta

Mi 27 Apr 2011 - 23:32

Der Rüde, der nicht zu ihnen gehörte, hielt anscheinend nicht viel von Versteckspielen oder dergleichen. Natürlich konnte Naadir das nicht wissen, doch vermutete er es, wagte sogar fast es Wahrheit zu nennen. Denn immerhin, Anstalten machte er keine. Ihn schien sein Auftritt hier auch keine Bange zu bereiten, wobei er selbst eher entstellt, als gesund aussah. Wenn Naadir Alaska richtig einschätzen konnte, würde sie jeden Kranken aufnehmen, einfach, weil sie es nicht sehen konnte, dass es jemanden schlecht ging oder vielleicht ein schlechtes Gewissen bekäme, sollte sie einen doch so unbeholfenen Wolf einfach alleine lassen, wusste sie doch genau, dass dieser keine Chance hatte alleine klarzukommen. Sie war einfach zu gutmütig. Aber nun gut, natürlich konnte er total falsch von ihr denken, sodass sie jeden verletzten Wolf, sei es auch nur eine offene Wunde, nicht ins Rudel lassen würde. Er könnte ja eine Krankheit haben, mit der er jeden anstecken könnte. Na ja, wie dem auch sei.
Naadir hatte sich noch keine Meinung zu dem Fremden gebildet. Er schien so stark und gleichzeitig ebenso schwach. Einerseits fühle der Schwarze Mitgefühl, doch andererseits dachte er an Selbstverschuldung. Wenn er nicht gut genug auf sich aufpassen kann, dann passiert so was eben. Wer sich mehr in Achtung und Geschicklichkeit übt, wird auch mehr Erfolge haben. So ist das Leben. Selbst wenn sein Gegner sehr stark war und sie eine Messung hatten, die nicht miteinander vergleichbar war, weil beide eine enorme Stärke besaßen, aber schlichtweg niemand von beiden wusste, wie man denn kämpft, ist es wahrlich schade. Denn Kampferfahrungen sind wichtig für das Leben, wer sie nicht sammelt, der kann nicht gewinnen. Es sei denn, man will verlieren, was jedoch eigentlich nicht im Rahmen des Stolzes wäre.

Unterbrochen wurde sein Gedankengang von Sadec bis hin zu Kampferfahrungen, durch die Bemerkungen Valons und Amatas. Die traf ihn unerwartet, wie ein Stein. Valon … Wieso verließ er den Haufen hier? Dann auch noch mit einer knappen Verabschiedung, die er am liebsten wohl selbst nicht gemacht hätte? Es war merkwürdig, den Weißen nicht mehr bei sich zu wissen. Natürlich konnte Naadir ihm einen Grund geben, sauer auf ihn zu sein. Immerhin hatte er ihm fast das Leben genommen, drohte ihm und konnte dann noch nicht mal die richten Worte für eine Entschuldigung zusammenfassen. Sie wären wohl nie Freunde geworden. Und dennoch war dieser Artgenosse von so viel Bedeutung, wie sich der Schwarze das kaum eingestehen wollte. Sie beide hatten in kürzester Zeit viel zu viele Eindrücke über diese Gemeinschaft hier erhalten, haben viel zu viel mitbekommen, von Dingen, die normalerweise selten vorkamen, meistens aber nicht dann, wenn gerade jemand hinzu gekommen war. Außerdem war der Bestand an derart verschiedenen und doch so gleichen Charakteren stark auffällig. Es gab welche von der Sorte und welche von der Sorte. Ruhigere, Lautere, Böswillige, Freundliche. Von allem schien es etwas zu geben und trotzdem war jede Eigenschaft mindestens doppelt verteilt. Vielleicht schien es nur so und die Wahrnehmung Naadirs war nicht mehr die Beste, wobei er dennoch nicht ausschließen wollte, dass es nicht der Wahrheit entsprechen konnte.
Das Amata auch noch ging, störte ihn herzlich wenig. Ganz im Gegenteil: er begrüßte es! Dieses zickige Viech war das unnötigste Wesen, was er je mitbekommen hatte. Sie mischte sich in alles ein – was er ja nie tun würde, nein – und musste zu allem ihre Meinung abgeben. Schlimm war sie. Gott sei Dank, dass sie gegangen war. Vielleicht würde es dem zusammen gemischten Haufen – Gemisch! – nun gelingen, sich endlich besser kennen zu lernen, ohne jemanden dabei zu haben, der nur für Aufstände sorgte. Ist ja nicht so, dass er selten darin beteiligt war.
Die Reaktion von Alaska war deutlich merkwürdig. Sie … sagte gar nichts, tat nichts, zeigte darauf keine Regung. Wie dachte sie? Es interessierte ihn, wirklich. Wie gern hätte er in diesem Moment Gedanken gelesen?
Er versuchte zu vergessen, dass er schon traurig über den Austritt Valons war. Versuchte einfach alles zu überspielen, mit einer Art Neugierde. Vielleicht würde ein Erfolg sein, vielleicht auch eine Niederlage. Er wusste nicht, wie er in dem Moment damit umgehen sollte und versuchte einfach nur zu verdrängen.

Seinen blick eh schon auf Alaska gerichtet, folgte ihren Schritten, die sie einem Eisberg näherten. Ein Haufen Schnee, wie Naadir ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Die Schneekristalle hatte er natürlich wahrgenommen, wie sie durch und durch auf sein Fell rieselten und keine Anzeichen von Erlässlichkeit machten. Sie machten aus seinem normalerweise durchgehend schwarzen Fell ein schwarz-weiß gepunktetes, welches er selbst nicht sonderlich mochte. Kälte war bitter, wie eine eiskalte Zunge, die einen in ihren Klauen hielt und nicht wieder gehen lassen wollte. Verschlungen von durchdingender Kälte und nass von dem gefrorenen Wasser. Ekelhaft, dieser Geruch.
Als Alaska leichtfüßig in die Höhle latschte, ohne großartig nachzudenken, ob dort vielleicht noch jemand war, legte Naadir sich seufzend hin. Naivität machte ihn immer nervös. Aber gut, er sollte schlafen, also versuchte er das auch. Er war auch fast eingeschlafen, bis zu dem Zeitpunkt, wo Alaska anfing zu schreien. Sei doch ruhig!, dachte er, schon fast vollkommen von der Traumwelt verschluckt. Er hatte noch nicht mal mehr verstanden, was sie dort geschrien hatte, sondern lediglich bloß, dass sie geschrien hatte. Er war zu müde um ihrem Bären noch irgendwelche Aufmerksamkeit zu schenken. Schlafen ließ er sich nicht zwei mal sagen.

[denkt - schläft || Sadec - Valon & Amata - Naadir]
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avatarShenna
Beta

Mi 4 Mai 2011 - 13:27

Shenna folgte Alaska aufs Wort, ihren Namen von der Engelsgleichen stimme rufen zu hören lies sie kurz innerlich Jublieren. Sie trabte Alaska mit erhobenem Haupt nach, warf jedoch sano einen eifersüchtigzickigen blick zu. Ehe sie ihn jedoch kurz anknurren konnte wie sie es so gern tat. Hatte sich bereits die gesammte Situation verändert. BÄR! ALASKA! Ihre Sinne waren es die Schrien, neben ihr war sano bereits wie ein Pfeil losgeschossen. Shenna tat es ihm gleich. Sie würde nicht zulassen das ER Alaska beschützte. Knurrend und geifernd stürzte sie sich auf den Bären. Wurde jedoch eben so leicht wie der Schwarze Rüde von dem Ungetüm hinweggeschleudert. Rutschend und mit einem unerträglichen geräusch ihrer sich in den eisigen Bodenrammenden Krallen kam sie wieder auf dem Boden auf. Ihr blick huschte zu Alaska, während ihr Fang nochimmer drohend auf den Bären gerichtet war. Die Botschaft in ihren Augen war klar. ...was sollen wir tun? wir sind geschwächt? kämpfen oder fliehn? kampf würde viele opfer fordern...doch wir brauchen fleisch und eine Raststätte...so ähndlich waren wohl auch die Gedanken mit welchen sich Alaska gerade abmühen musste. Shenna machte zwei sprünge nach vorne so dass sie nun wieder schützend an der Seite ihrer Alpha stand.

[ greift an, wird zur seite geschleudert. Denkt nach]
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avatarGast
Gast

Sa 1 Okt 2011 - 11:48

Leyla wandte sich von Sadec ab als Alaska einen Hilferuf ausstieß. Mit ein paar großen Sätzen war sie bei ihr und stand ihr zur Seite. In Angriffshaltung mit einem drohenden Knurren in der Kehle stand sie dem großen Monstrum von Bär gegenüber. Wie sollte ein geschwächtes, hungriges, kleines Wolfsrudel mit so einem großen Bär fertig werden? Sie sah zu Alaska. Angst und Verzweiflung in ihren Augen. War das das Ende? War das das Ende der Sturmtänzer? Leyla schüttelte den Kopf. Nein! Niemals! Sie würden kämpfen und dann hatten sie schließlich auch was zu essen!
Leyla knurrte noch einmal bevor sie sich mit einem großen Satz und einem Haken hinter den Bären stürzte und sich dann in seinem Genick verbiss.
Leyla schmeckte das Fell und langsam sickerte auch Blut durch die dicke Haut des Bären. Leyla biss fester. Setzte ihre ganze Kraft in den Kiefer und biss so fest zu wie sie nur konnte. Sie hörte es reißen. Gerade, als sie zu einem erneuten Biss ansetzten wollte wurde sie von einer riesigen Pranke gepackt und durch die Luft geschleudert.
Sie versuche auf den Beinen zu landen was ihr nur mit allergrößter Mühe gelang. Noch einmal stürzte sie sich auf den Bären der sie aber mit einem einfachen kick mit dem Fuß gegen einen Baum schleuderte. Leyla sah benommen auf und sah jetzt den Bären auf sich zukommen. Schnelle rollte sie sich unter den riesentatzen weg und versteckte sich hinter einem Baum. Doch aufgeben wollte sie nicht! Nicht jetzt nachdem sie so viel überstanden hatte.

"Helft uns doch!!! Na los!!"

Schrie sie dem restlichen Rudel zu und stürzte sich mit den Worten noch einmal auf den Bär, erwischte ihn aber nicht und landete so mit einem großen Satz wieder neben Alaska. Leyla sah ihre Freundin tröstend an.

"Ich bin immer für dich da Alaska!"

Sagte sie und stellte sich wieder in Angriffshaltung dem Bären gegenüber. Niemals würde sie ihr Rudel im Stich lassen. Das Rudel hatte ihr so viel Kraft und Lebensmut gegeben! Und es würde ihr auch über dem Verlust von Incha hinweghelfen! Doch jetzt ging es erst einmal darum das Rudel vor diesem Montrum zu retten! Und das wollte Leyla auf jeden Fall. Sie würde ihr Leben geben für das Rudel, doch sie hoffte, das keiner von ihnen ein Opfer werden würde. Sondern alle Sieger.

[kämpft/bittet das Rudel um Hilfe/spricht zu Alaska]
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